Geschlechtergleichheit: So funktioniert´s!

Geschlechtergleichheit

Alle Familienmitglieder, genauso wie die Gesellschaft an sich, profitieren von Geschlechtergleichheit. Je mehr Menschen die gleichen Voraussetzungen für ein gutes Leben haben, umso besser. In Schweden haben wir einen langen Weg hinter uns wenn es um Geschlechtergleichheit geht.  Aber es gibt noch viel woran wir arbeiten müssen.

Nicht zuletzt wenn Leute Eltern werden. Viele alte Muster oder Verhaltensweisen, die schon da waren, werden sichtbar. Aber du kannst etwas dagegen tun!

1. Teilt die Elternzeit

Hier wird der Grundstein gelegt. Im tagtäglichen Leben baut ihr eine Beziehung zu eurem Kind auf. Es ist wie in jeder anderen Beziehung auch – sie brauchen Aufmerksamkeit und Zeit und sie werden aufgebaut, indem Erfahrungen miteinander geteilt werden. Wenn ihr die Windeln wechselt, euer Kind füttert, anzieht, wascht, mit ihm neue Dinge lernt oder macht oder die Welt erkundet.

Dann lernt ihr euch kennen und baut Verständnis füreinander auf. Ihr fangt an einander zu vertrauen.

Wenn nur ein Partner zuhause bleibt, wird er oder sie (normalerweise die Mutter!) derjenige, der für das Kind sorgt und wird die Sicherheit, an die sich das Kind wendet – egal was ist. Eine Ungleichheit fängt an sich zu entwickeln. Es wird immer schwieriger für den anderen Elternteil an diesen Dingen teilzuhaben und er oder sie wird immer mehr zum Außenseiter. Das macht die Elternschaft langweilig. Wie bei allem macht es viel mehr Spaß ein Elternteil zu sein, wenn man wirklich dabei ist.

Einige Länder, wie Schweden zum Beispiel, haben sehr gute Elternzeit-Optionen für beide Elternteile. Wenn du die Gelegenheit dazu hast, nutze sie.

2. Ich-Zeit

Nimm dir jede Woche einen Abend/ Morgen oder wann auch immer du es für angemessen hältst Zeit für dich selbst. Mach etwas alleine, nicht zuhause. Mache Sport, gehe ins Kino, triff Freunde, fahre Fahrrad, setze dich hin und lies etwas. Gehe in eine Bar, was auch immer du denkst, das Spaß macht und das du gerne alleine machst. Findet eine Balance, sodass ihr beide gleich lange Zeit für euch selbst bekommt.

3. Teilzeit arbeiten

Wenn es möglich ist, arbeitet beide Teilzeit, damit ihr mehr Zeit für euer Kind oder eure Kinder habt. Das bedeutet zwar weniger Geld, aber mehr Zeit für die Familie. Das kann es wirklich wert sein. Und ein großartiger Weg um Gleichgewicht in eure Beziehung zu bringen.

4. Redet

Besprecht die Struktur eurer Beziehung und eures Lebens gründlich und einigt euch darüber, bevor ihr Kinder bekommt. Welche Erwartungen habt ihr, was wollt ihr weiterhin tun, wie wird die Hausarbeit aufgeteilt, wer macht was wann, und so weiter. Setzt euch in Ruhe zusammen und besprecht wie ihr denkt und fühlt. Hört euch gegenseitig zu und steht füreinander ein.

5. Schaut auf eure eigenen Familien

Besprecht eure eigenen Erfahrungen, wie das Familienleben aussieht und wer was macht. Recherchiert und diskutiert was ihr besser machen könnt, und wie ihr Geschlechtergleichheit in der Elternschaft erreichen könnt.

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