Mom-shaming – was steckt dahinter?

Mom-shaming

Mom-shaming ist ein Wort, das wir heutzutage immer häufiger hören – doch was bedeutet es? Mom-shaming ist grundsätzlich, wenn eine Mutter (oder beide Elternteile) für ihre elterlichen Entscheidungen kritisiert oder erniedrigt werden, weil sie sich von den Entscheidungen unterscheiden, die der „Standard“ treffen würde. Das kann sowohl privat, als auch in der Öffentlichkeit geschehen.

Warum neigen wir zum Mom-Shaming?

Die Gesellschaft hat Ideen und gewisse Normen darüber erschaffen, wie Eltern sein sollen und was das Beste für ihre Kinder ist. Artikel sind geschrieben worden, Diskussionen in Gemeinschaften und in Online-Foren haben entschieden, dass sie diejenigen sind, die den Eltern sagen, wie die Erziehung laufen sollte, wie sie ihre Kinder erziehen, anziehen, stillen oder tragen sollten.

Frischgebackene Eltern finden sich oftmals in Situationen wieder, in denen sie mit neuen Hindernissen konfrontiert werden. Alles ist eine „erste Mal“ Erfahrung und zugleich eine Herausforderung. Wir sehen einen Freund, ein Familienmitglied oder jemanden im Park in der gleichen Situation, in der wir uns befunden haben. Wir wollen ihnen Tipps geben, wie sie mit der Situation besser fertig werden können. Die Idee ist nicht, den anderen zu erniedrigen, sondern ihm zu helfen. Das allerdings kann demjenigen, dem man den Hinweis gibt, verunsichern und das Gefühl geben, dass er alles falsch macht.

Mütter und Schwiegermütter wollen ein Teil im Leben ihrer Enkel sein. Aus Liebe und Fürsorge geben sie Tipps oder übernehmen sogar manchmal die Kontrolle. Für eine frischgebackene Mutter kann es sich wie Kritik an ihren Fähigkeiten und Entscheidungen als Mutter anfühlen und sie verunsichern oder verletzen.

Wann ist es Shaming, wann ein freundlicher Hinweis?

Besonders  frischgebackene Eltern sind sich oft unsicher und bitten andere um Rat. Wenn jedoch eine Anweisung ausgesprochen wird, (ohne, dass nach einem Rat gefragt wurde) sind sie eher gekränkt und fühlen sich überrumpelt. Eltern geben ihr Bestes und sind daher manchmal etwas sensibel, wenn jemand sie darauf hinweist, dass das Kind vielleicht noch einen Pulli tragen und besser nicht den salzigen Cracker essen sollte.

Mütter geben Tipps und Mütter bekommen Tipps, deswegen versuche die Ratschläge aus der Sicht der anderen Person zu sehen.

Warte darauf, dass Eltern nach deiner Meinung oder deinen Erfahrung fragen und setze sie nicht mit zu vielen Ratschlägen unter Druck.

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